Fliegen

 

Heute mal was ganz anderes. Fliegen.

Ans Fliegen kann ich mich einfach nicht gewöhnen. Mir verursacht das Starten und Landen Unwohlsein. Normalerweise kompensiere ich das mit einem Orangensaft und einem Prosecco an Bord des Flugschiffes. Den Osaft schlürfe ich so weit ab, dass ich den Prosecco nachgießen kann. Das Hin- und Hergeschütte kostet mich in wolkiger Höhe erstens Konzentration, zweitens tut der Prosecco sein Übriges, um mich abzulenken. 

Heute Morgen sitze ich um 8 Uhr 30 im Flieger und muss mir leider eine andere Taktik überlegen, denn dem Kunden will ich nicht mit Proseccohauch entgegen treten.

Die Sicherheitsinstruktionen sind vorüber und jedes Mal frage ich mich, ob ich nicht ein bisschen besser hätte aufpassen sollen. Wo ist die Schwimmweste nochmal?

Neben mir sitzt jemand mit schrecklichem Aftershave (vielleicht bestell ich doch Prosecco). Der nette Herr aus dem Wartebereich am Gate sitzt direkt schräg hinter mir und lächelt mich immer sehr italienisch an. Vorhin hatte ich sein freundliches Guten-Morgen-Lächeln verpasst und zu spät wahrgenommen. Jetzt bekommt er es zurück. BÄM! Lächel.

Zugfahren liebe ich hingegen. Das ist so ein Dahingleiten, man kann sich bewegen, im Bordrestaurant Leute beobachten und man muss sich nicht anschnallen. Wozu muss man sich eigentlich im Flugzeug mit einem Beckengurt anschnallen? Wir starten gerade….wo sind die Schwimmwesten?

Eure Heike aus dem Flugzeug

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