konzeptionslos

So liege ich also unter dem blauen Blau und denke mich schon ein bisschen zurück nach München. Die Arbeit schafft es doch via Handy bis ins Urlaubsparadies und in meinen Kopf. Warum nur gelingt die Entschleunigung im Urlaub mit solcher Bravour? Und warum ist der ganz normale Wahnsinn zu Hause immer nur einen Augenblick entfernt? Ich merke, dass ich gerade total planlos und unkreativ bin. Kein Gedanke an “das müsste ich umsetzen” oder “diese Landschaft animiert zum xyz malen” oder “genau, das werde ich als nächstes machen”. Ich – die alte Konzepttrulla – bin konzeptionslos. Aber diesen Rückzug ins Nichts und in die Einsamkeit beobachte ich schon immer bei mir. Als Kreativer muss man auch mal alleine sein und Löcher in die Luft starren, um etwas Neues zu ersinnen.

Apropos Sinn, heute hab ich wie von Sinnen beim Dänen eingekauft. Der ist ja bekannt für sein Design und ich, die Anti-Shopperin, habe zugeschlagen. Kleine Belohnung fürs letzte halbe Jahr sozusagen.

Unsere Tage zwischen Fjord und Feldern, Strand und Sund, Muscheln und Museum sind gezählt.

Wir haben Berge erklommen (ja, ok, es war ein Hügel), Steine gesucht (obligatorisch), Krebse geangelt, Beeren gesammelt und Bücher gelesen, wir haben zu viel gegessen (und das jeden Tag), haben gesurft, sind gewandert, haben gestaunt und geschwiegen, gelacht und geträumt. Jeden Tag ein bisschen carpe diem. Alle zusammen und jeder für sich.

Und wenn ich es mir recht überlege, darf man dann auch konzeptionslos sein.
Eine Weile jedenfalls.

Eure Heike

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