Immer diese Weiber

Ich war früher immer das Mädchen, das am liebsten mit den Jungs Fußball und Autoquartett spielte. Die Mädelscliquen waren mir immer etwas suspekt.

“Diese Weiber…” dachte ich dann oft.

Als ich vom gemischten Gymnasium auf ein Mädchengymnasium wechseln wollte, schauten mich meine Eltern damals mit großen Augen an. “Was willst du denn daaaa?” „Immer diese Weiber“ weiterlesen

Das eine Leben

Mit der Mutserie habe ich scheinbar etwas losgetreten. Für mich persönlich die Entdeckung, dass es da draußen so viele gibt, die gerne beruflich etwas anderes machen würden und nicht wissen wie.

Zum anderen fallen mir mehr und mehr gehässige Stimmen auf, die das ganze Quereinsteigertum in der Illustration oder der Kunst abtun und belächeln. Klar, da gibt es Kitsch und einfach schlechtes Zeug. Aber mal ehrlich…wer bestimmt das? Ich persönlich würde mir von Jonathan Meese auch nicht unbedingt was ins Wohnzimmer hängen (nicht zuletzt deswegen, weil mir die Million dazu fehlt).

Also, was soll ich sagen? Wenn es aber nun mal glücklich macht?

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Die Magie der kleinen Dinge

Es herbstelt. Nein, eigentlich herbstet es. Und zwar gewaltig. Kalt ist es geworden und trotzdem bekommt der Herr Herbst von der Frau Haas ein “gefällt mir”.

Gestern war ich zum Graphic Recorden in einer Loge der Allianz Arena. Ab 6 Uhr morgens auf den Beinen, um Punkt 8 Uhr an der Welcome Zone West ausladen zu können.

Mein Welcome besteht erst einmal aus dem irren Ausblick auf ein leeres, sonnenbeschienes Fußballfeld und die leere Tribüne. 

Frischer Kaffeeduft und lächelnde Teammitglieder lassen den Tag angenehm in den Vormittag gleiten.

Das Mittagessen ist fantastisch und die Panna Cotta zaubert uns ein verklärtes Lächeln auf die Lippen und so könnte ich ewig weiter schwärmen…

Was ich aber eigentlich erzählen möchte ist wieder einmal eine Begegnung mit einem unglaublich netten Arena-Pförtner (ich glaube, ich beginne mal eine Serie “die Frau Haas und die Torwächter”), der mir morgens mit Geduld und soooo freundlich erklärt, wo ich meinen Wagen auf dem riesigen Gelände strategisch am besten zum Ausladen abstellen könne. Als ich abends wieder davon fahre, steht er mit einer Kaffeetasse in der Hand in seiner Warnweste am Schlagbaum und lächelt mir zu. Ich lasse das Autofenster herunter und wünsche ihm einen schönen Feierabend. 
“Kommen Sie gut nach Hause.” sagt er und “Waren Sie erfolgreich?”

“Ich war erfolgreich und Sie haben heute morgen echt einen tollen Job gemacht!”

Er lächelt und freut sich. Und ich freu mich, dass er sich freut.

Wir winken zum Abschied.

Die Magie liegt so oft in den kleinen Dingen. Und so fahre ich beschwingt und zufrieden und zutiefst dankbar nach Hause.

Eure Heike aus dem waschatelier

Neues Büro

Klar, braucht man irgendwann – ein neues Büro. Da kommt mir das hier doch gerade gelegen. Gut, der Lüster an der Decke ist Geschmackssache, aber manchmal muss man eben auch ein Statement setzen.

Der rote Teppich war – wie sollte es auch anders sein – für mich ausgerollt worden. Und der Blick hinüber in den Hofgarten, meine Güte, es gibt Schlimmeres.

Spaß kurz mal beiseite. Mein heutiger Einsatzort nach zwei vollen Tagen Graphic Recording am Starnberger See war heute früh das Prinz-Carl-Palais. Und während ich noch Zeit hatte, einmal um den wunderschönen Bau herumzuspazieren, fand ich auch schon den ersten schönen Herbstboten. Gleich entschalt und als Handschmeichler in die Tasche gesteckt. Bringt Glück.


Eure Heike aus von überall