Zeit und Raum

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Foto: Sung-Hee Seewald

Ja, ich bin noch da. Aber wo, das weiß ich gerade selber nicht so ganz.

Dass ich im Atelier war ist nun auch wieder beinahe 4 Wochen her, und die wunderschönen Papierbahnen warten dort auf mich. Es ist wirklich vertrackt. Da hatte ich zwei lahme Monate im Januar und Februar, habe den März für Konzeptionsarbeit genutzt und jetzt kommt mal wieder alles Schlag auf Schlag. Die Arbeit rollt an und mit ihr mal wieder große Herausforderungen. Ist ja auch schön, aber man kommt so leicht in so einen Strudel, da verliert man schnell auch mal die eigenen Ziele und Visionen und Leidenschaften aus den Augen. Und eine Leidenschaft ist mein Atelier, meine Malerei und die Ideen in mir brennen darauf, hinaus gelassen zu werden…

Dann steht derzeit ein Projekt im Raum, über das ich deshalb noch nicht sprechen kann, weil es noch gar nicht sicher ist. Daher bitte feste Daumen drücken…

Ich war eine Woche lang krank. Halsweh, Fieber – das ganze Programm. Und dann habe ich mir überlegt, dass es das erste Mal seit langem war. Seit ich selbstständig bin, bin ich nicht mehr krank gewesen und jetzt war es Gott sei Dank zu einer Zeit, in der ich mir drei Tage komplett im Bett liegen einfach erlauben konnte. Termine habe ich trotzdem abgesagt, es wäre nicht gegangen. Jetzt hänge ich zwischen den Feiertagen fest wie im falschen Raum-Zeit-Kontinuum. Auf der einen Seite warten Erholung und Familienzeit, auf der anderen ein großer Berg Arbeit.

Ich wünsche Euch allen frohe Ostertage. Dass ihr sie genießen könnt, dass sich die Sonne auch mal zeigt und Ihr mit Euren Lieben lachen könnt. Das mache ich jedenfalls.

Dem einen bunten Zebra schicke ich eine dicke Umarmung.

Liebe Grüße aus dem – ja, so ist es – [wa]schatelier-office

Heike

Wolkentiere

HerbstWenn es draußen herbstelt und die Hitze dem Regen gewichen ist, dann versammle ich meine Lieben um mich.

Den schönsten aller Himmel, den duftendsten aller Düfte und den stürmischsten aller Winde. Der Herbst ist mir die liebste Jahreszeit. Nämlich jene, in der ich mich morgens über den Nebel freue, weil ich weiß, dass nachmittags meist die Sonne lacht.

Jene Zeit, in der alle Welt still zu stehen scheint und innehält, um das Rot der Blätter zu bestaunen und den Geruch der Kastanien, Bucheckern und Haselnüsse aufzusaugen. Am Morgen schaut das Eichhörnchen in unserem Garten kurz verschreckt durchs Fenster hinein, bevor es in den Blumentöpfen auf der Terrasse weitergräbt.

Ich ziehe meine Schuhe an und treibe mich hinaus. Die Luft ist klar und frisch und ich atme Wolkentiere in den kühlen Morgen.

Mein Schal verschlingt mich, und ich habe das Gefühl, dass der Herbst etwas ganz Besonderes für mich parat hat. Und das Schönste ist, wenn plötzlich jemand auftaucht, der Dich unterstützt, der Deine Arbeit wertschätzt und Dir neue Türen öffnet. Herausforderungen warten!

Sag, was hat der Herbst für Dich parat?

Eure Heike aus dem [wa]schatelier

10.10.2015 – Totaler Flow – Malworkshop im waschatelier – Anmeldung hier>>