Falten

Gestern also los nach Ingolstadt. Das Museum für konkrete Kunst ist mein Ziel, denn dort bin ich an diesem Abend beim DIYnstag als Dozentin mit von der Partie. Unter dem Titel “Winterzweige” gibt es ein paar kreative Stunden mit der Häsin. Kurzer Blick in den Rückspiegel. Falten kommen immer in Schüben, das habe ich irgendwo mal gelesen und ich finde es unerhört. Eben noch alles schön glatt und am nächsten Tag – ZACK – sieht alles anders aus. Ich fahre los und denke darüber nach, dass Falten beim heutigen Workshopabend eine große Rolle spielen werden.

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Lass uns über Mut reden

Als ich meine Mutserie auf meinem Blog begann, hatte ich keinen Schimmer, wie sehr dieses Thema doch viele berührt und vor allem auch selbst betrifft. Was meine persönliche Mutreise anbelangt, so habe ich festgestellt, dass es für mich besser ist, immer ein bisschen zeitversetzt zu berichten und nicht alles 1 zu 1 und sofort online zu stellen. Zum einen, weil man Niederlagen erst mal verkraften muss und zum anderen natürlich auch, weil sich anbahnende Projekte oft einer Verschwiegenheitsverpflichtung unterliegen.

Um Euch aber dennoch mit weiteren Mutfolgen zu unterhalten, habe ich vor meinem Sommerurlaub bereits die Fühler ausgestreckt und bin auf die Suche gegangen nach Mutgeschichten von Menschen, die ihr Leben verändert haben. „Lass uns über Mut reden“ weiterlesen

Mut #02

Wie bereits im vorangegangenen Beitrag erwähnt, arbeitete die Idee in mir, eine Malschule zu eröffnen oder zu mindest mit der Malerei mein Geld zu verdienen und anderen das beizubringen, was ich kann. 2014 bereits hatte ich den unglaublich poetischen und zu Herzen gehenden Blog von Conny Niehoff entdeckt. Ich las mich durch ihr ganzes Schaffen und war sofort verliebt. Irgendwann würde ich diese tolle Frau treffen müssen, das war mir klar.

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Viel von wenig

Je älter ich werde, um so mehr brauche ich weniger. Davon aber ganz viel.

Weniger Termine, weniger abends ausgehen, weniger Geschenke, weniger Dinge, weniger Großes. Klingt traurig? Nein, das klingt hervorragend. Dafür habe ich mehr Zeit. Zeit zum Lesen, Zeit zum Austausch, Zeit zum Gedichte schreiben, zum Malen, zum Denken, zum Spazierengehen. Und wenn ich dann auch noch all das Geraffel aus alten Tagen rausgeschmissen habe, habe ich mehr Zeit zum Suchen, die ich aber nicht mehr brauche, denn dann ist ja alles aufgeräumt. So theoretisch – so gut.

Zu Weihnachten habe ich im zweiten Jahr nichts haben wollen – klar, die Familie schenkt dennoch, aber kleiner, weniger…das ist so schön.

Jetzt schneit es und ich laufe mit dem Stapel Bücher und meinem Kaffee durch das Haus. Überall wo ich mich hinbegebe ist auch der Stapel. Ein Skizzenbuch für neue Ideen, ein Buch mit leeren Zeilen, die ich mit Gedichten und Begebenheiten fülle, ein neuer Gedichteband, den ich an dieser Stelle gerne empfehle “Gedichte, die glücklich machen” (Hrsg. Clara Paul) und zuletzt das aktuelle Buch, das ich gerade lese, über das ich aber momentan noch nicht mehr sagen kann als den Titel “Sieh mich an” von Mareike Krügel.

Und während der Schnee auf Nachbars Garten rieselt und ich im warmen Turmzimmer im Ostflügel sitze, zieht das Jahr mal wieder gedanklich an mir vorbei und ich bin ein bisschen selig, dass ich so viele neue Menschen in mein Leben gelassen habe. Dafür haben aber auch einige mein Leben verlassen oder ich habe sie rausgekickt. Ja, muss auch mal sein. Tut gut und gehört auch zum Thema aufräumen.

Das Atelier geht mir natürlich viel im Kopf herum in den letzten Tagen. Es ist seit Juni nicht besucht worden. Die Schwerpunkte in meinem Künstlerleben haben sich so verändert. Und da kommt noch was in 2018 – das kann ich Euch sagen.

Was also mit dem Atelier tun? Behalten oder abgeben? Wenn es nach meinem neuen Leitspruch ginge…

 

Andererseits entstehen dort so schöne Sachen…Wintercollagen vom letzten Jahr zum Beispiel.

 

Eure Heike aus dem [wa]schatelier