So geht das nicht

IMG_6857Wenn im Frühling die Vögel morgens um 5 Uhr wieder anfangen zu zwitschern, stehe ich auf, öffne das Fenster und lausche. Das ist so wunderschön, so einzigartig, so tröstlich und erinnert mich an das Jahr, in dem ich nach dem Winter den Trost der Vögel am meisten brauchte. Das Jahr, in dem der Winter so kalt und der Schnee so tief war. Und als es langsam wieder wärmer wurde, begannen die Vögel draußen wieder zu singen. Ein Weckruf.

Heute Früh haben sie auch wieder gezwitschert und ich liege im Bett und muss lächeln. Das ist anders als die Krähen, die im Sommer auf dem Dach stehen und wie irre gegen den Blechaufsatz des Kamins klopfen. Dann macht es “Dong Dong Dong” durchs ganze Haus. Meist so gegen 7 Uhr früh. Auf das Wochenende wird da keine Rücksicht genommen.

Und jetzt schneit`s wieder. So geht das nicht!

Freu mich auf den Samstag. Ein paar Malerinnen haben sich angemeldet und wir holen uns den Frühling selbst ins Haus. Wenn schon der Wettergott kein Einsehen hat. Zwei Plätze sind noch frei, wenn noch jemand Lust hat auf Blumen oder Gezwitscher. Kleine Führung durch die Vogel-Galerie inklusive.

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Bis Samstag dann

Eure Heike aus dem [wa]schatelier

warme Umarmung

IMG_6132_2Am Samstag falle ich mit vollem Magen, schweren Beinen und einem erfüllten Herzen in die Federn. Für den vollen Magen hat das griechische Essen gesorgt. Ein Helles dazu und gut wars.

Die schweren Beine waren dem Workshop geschuldet. Ein Maltag im waschatelier macht zwar glücklich, aber eben auch groggy.

Das erfüllte Herz rührt von der Begegnung, die ich machen durfte. Ein Schulfreund, den ich seit über 20 Jahren (!) nicht gesehen habe, besuchte mich im Atelier. Und dann steht da auf einmal jemand vor deiner Tür und lächelt und – Zack – eine warme Umarmung, von der man sich wünscht, sie möge Jahre dauern. Wie schön, lieber T., dass wir uns wieder haben.

Meine Künstler-Ladies legten sich indes am Samstag ordentlich ins Zeug. Kleine Kunstwerke mit Glitzer und Karachofarben entstanden, die gute Laune war zum Greifen nah. Spätestens, als wir vor dem Fenster noch eine Flasche Hugo rosé fanden.

Die wurde natürlich gleich geköpft. Und während ich mit M. anstoße und ein Lächeln in die Kamera schicke, malt L. völlig unbeirrt weiter. Vorbildlich! 😉

Kleine Geschenke gab es für die drei übrigens auch. Ein Abschiedsgeschenk aus dem Jahr 2015 und gleichzeitig auch ein Willkommensgeschenk für das Jahr 2016, denn das waschatelier geht mit Sicherheit in die nächste Runde. Einige von Euch haben ja Daumen gedrückt und das scheint geholfen zu haben.

Und mit Euch drein war es wieder einmal unglaublich witzig. Danke!

Hiphip hurra,

mit vollem Herzen grüßt Euch

Eure Heike aus dem [wa]schatelier

Durchhaltevermögen

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Foto: SCE

Das Strascheg Center for Entrepreneurship – das Gründerzentrum der Münchner Hochschule veranstaltete am vergangenen Dienstag den E´ship Day 2015. Start-ups, junge Gründer und Ideengeber waren eingeladen, um an der Hochschule München in Form einer kleinen Querdenker- und Innovationsmesse ihre zukunftsweisenden Produkte oder Dienstleistungen zu zeigen. Das waschatelier war auch mit dabei und bat alle Besucher und Neugierigen, gemeinsam “Innovation” zu visualisieren. Jeder Besucher hatte die Möglichkeit, die Frage “Was ist Innovation” auf einem kleinen Kärtchen zu beantworten. Die gesammelten Schlagworte und Erklärungen wurden im Anschluss von mir auf einem großen Plakat grafisch dargestellt. Graphic Recording –  mit etwas mehr Zeit als sonst, zugegebener Maßen.

Das Ergebnis war schließlich eine Sammlung von naheliegenden und erwartungsgemäßen Antworten, von um-die-Ecke-gedachten und ebenso überraschenden Rückmeldungen. Manche Antwort war gar nicht so einfach umzusetzen.

DHVEin Besucher schrieb “Durchhaltevermögen”. Das hat mich selbst sehr angesprochen.  Diese Ups and Downs und das Hin- und Hergerissen sein zwischen Aufbruch und Niedergang, wenn man eine Idee auf den Weg bringen will. Wenn man aber durchhält, zahlt sich der lange Atem irgendwann aus.

In diesem Sinne, wünsche ich allen Gründern, Innovatoren und Schrägdenkern einen langen Atem und das Durchhaltevermögen, ihre Ideen an den Start und darüber hinaus auch bis ins Ziel zu bringen.

poster komplVielen Dank noch einmal für den tollen E´Ship Day, an dem ich mein Können unter Beweis stellen und einige Messebesucher zum Staunen bringen konnte.

Bis bald, Eure Heike aus dem [wa]schatelier

Von Fröschen und Menschen

VORHERAm Mittwoch letzter Woche war ich bei den Munich Media Speakern eingeladen. Eine Clubeinheit der Toastmaster, die sich auf das Üben von vorbereiteten und improvisierten Reden, das Sprechen vor Publikum und das Präsentieren mit den unterschiedlichsten Medien spezialisiert hat.

An diesem Abend galt es für mich, vier vorbereitete Reden grafisch zu protokollieren – auch ein Witz des Tages war dabei und “das Wort des Abends”.

Graphic Recording – oder auch grafisches Protokollieren ist die Königsklasse des Graphic Facilitating – der Visualisierung. Man malt, zeichnet und schreibt live mit, während andere reden. Das Plakat ist am Ende ein kleines Kunstwerk, einmalig und universell. Es erhebt nicht den Anspruch der Vollständigkeit, soll aber den Abend in seiner Stimmung und natürlich in seinen Inhalten wiederspiegeln. Außerdem dient es im Anschluss zum regen Austausch und zur Rekapitulation des Gesagten.

NACHHERSo kamen im Laufe des Abends Pfeile und Sterne aufs Papier, Prozesse wurden dargestellt und Frösche und Menschen durften auch nicht fehlen. Die Bedeutung der Frösche an dieser Stelle zu erklären, würde zu weit führen. Aber zu den Menschen kann ich sagen, dass die Munich Media Speakers mehr sind, als ein Club von redewütigen Menschen. Es geht herzlich zu, ein respektvolles, freundliches und wertschätzendes Miteinander steht im Vordergrund. Es war ein wunderbarer Abend…ich werde wiederkommen. In welcher Funktion auch immer.

LIVEWer Interesse hat, das Graphic Recording oder die Kunst der Flipchartgestaltung in seine Institution oder sein Unternehmen zu holen, kann gerne Kontakt zu mir aufnehmen über www.waschatelier.de. Hier gibt es auch noch weitere Informationen zu diesem Thema.

Ich freu mich auf die nächsten Frösche und Menschen.

Eure Heike aus dem [wa]schatelier

Fingerübungen

Papier Das Papier muss noch gerollt werden…wo ist der Köcher? Und die kleine Schürze wäre auch ganz praktisch…sind alle Farben vollständig?

Diese Fragen treiben mich heute um, denn ich bin heute das erste Mal bei den Munich Media Speakern zm Graphic Recorden. Der Club der professionellen Sprecher, sozusagen. Und während sich jeder das “äh” oder “mh” während seines Vortrage zu verkneifen versucht, stehe ich am Poster und protokolliere fleißig mit. Also, die “ähs” und “mhs” natürlich nicht.

Das sieht dann vielleicht so ungefähr aus. (Ohne die Schweißperlen auf der Stirn, versteht sich.)und los_2

Aber vorher muss ich noch packen und ein paar Fingerübungen machen und den Bleistift spitzen und das Papier rollen und…wo ist denn jetzt der Köcher?

Eure Heike aus dem [wa]schatelier