Wort gehalten

Letzte Woche bekam ich ein Päckchen. Es war ohne Absender an mich adressiert und beinhaltete kein Anschreiben.

Lediglich ein schlichtes Büchlein mit schwarz-weißem Cover war darin. Wer schickt mir denn Lesestoff, denke ich so bei mir. Ich drehe und wende es und lese auf dem Titel “Schulzeit, Lehrzeit, Hochzeit. Eine Aßlinger Jugend in der Nachkriegszeit.” Das Cover ziert ein Bild der Simplizissimus-Ausgabe von 1912. Noch immer verwundert, schlage ich das Büchlein auf und auf den ersten Seiten springt mir eine persönliche Widmung ins Auge.

“Hallo Frau Haas! Vielen Dank für die netten und zeitgemäßen Zeichnungen!” H.U.

Könnt Ihr Euch an meinen Sommerkunden erinnern? Die kleinen Zeichnungen, die ich für seine Lebensgeschichten zeichnen sollte? Herr U. hat Wort gehalten und mir das Büchlein mit den lustigen Anekdoten und meinen Bildern geschickt. Ich habe mich sehr gefreut. Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn man seine Arbeit in gebundener Form veredelt sieht.

Heute bin ich unter einem lila-grauen Himmel ins Atelier gefahren. Der Herbst hat sich verabschiedet und das Zepter dem Winter in die Hand gedrückt…bis zum nächsten Jahr.IMG_5525_2

Im waschatelier hat sich etwas geändert. Ein netter Mensch, der den besten Espresso der Stadt macht, hat mir die Holzbretter an die Wand geschraubt. Unter Einsatz seines Lebens, denn die Wand war komplett vermint (Strom- und Wasserleitungen kreuz und quer). Aber jetzt hängt alles und endlich kann man im Stehen malen. Hier noch die neuesten “Flowers to go” ca 15x15cm.

Eure Heike aus dem [wa]schatelier

 

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